schlafen - Ella Ella - Lübeck

Einige von euch haben es schon mitbekommen, vor einigen Wochen kam unser zweites Kind zur Welt, ein kleiner kerngesunder und munterer Junge <3 <3 <3 Und oft hört man Sprüche und Wünsche wie, Liebe ist das einzige was sich vermehrt, wenn man es teilt und zwei Kinder bedeuten doppeltes Glück. So weit stimme ich dem auch zu. Wir sind überglücklich und beide Kinder sind großartig in der neuen Familienkonstellation angekommen. Die Große ist überhaupt nicht eifersüchtig – bis jetzt – sondern ganz und gar stolze große Schwester. Und der Kleine ist einfach nur süß und goldig. Wir gehören zu den verzückten Eltern, die sich noch über jedes Bäuerchen freuen können 🙂

Allerdings haben wir auch in etwas anderer Hinsicht den Jackpot gezogen: denn beide Kinder haben am selben Tag Geburtstag. Exakt, an dem selben, fast zur gleichen Uhrzeit! Vielleicht hätten wir um den Tag der Zeugung oder Geburt auch Lotto spielen sollen, wussten wir damals aber nicht… Als wir den voraussichtlichen Entbindungstermin mitgeteilt bekommen haben, habe ich noch darüber gescherzt und felsenfest verkündet, dass auf gar keinen Fall und unter keinen Umständen mein Sohn am Geburtstag meiner Tochter zur Welt kommt/kommen darf. Ich würde alles tun, um das zu verhindern. Und mal ehrlich. Wie groß war die Wahrscheinlichkeit und wie oft verrechnen sich Ärzte bei voraussichtlichen Terminen?! Wenn man davon ausgeht, dass eine Entbindung zwei Wochen vor und zwei Wochen nach dem errechneten Termin noch als pünktlich und normal gilt, gab es 27 andere Tage, an denen der Kleine hätte auf die Welt kommen können.

In den zwei Wochen vor dem Termin habe ich auch alles getan, um die Geburt anzuschubsen. Lange Spaziergänge, viel Treppensteigen, halbwegs schwere Dinge heben, Ingwertee trinken, Badewanne und und und… Aber nichts hat geholfen. Ein paar Tage vor dem Termin hab ich natürlich mit all den Sachen wieder aufgehört, nur Füße hochlegen konnte ich nicht. Denn der Geburtstag der Großen musste ja vorbereitet werden. Sicherheitshalber wollte ich alles vorbereiten, delegieren und auslagern. Einkäufe, Essen, Kuchen, Party, Spiele, Geschenke, Fahrservice etc. – an alles hab ich gedacht und es war organisiert.

Im Nachhinein glaube ich, war der “Fehler”, dass ich mich entspannt habe, nachdem alles fertig war. Und dann dachte sich K2 “Alles klar, dann kann ich ja kommen”. Am Abend vor dem Geburtstag hatte ich einige Wehen, dachte/wollte/betete, dass die wieder weg gehen. Sind sie aber nicht. Stur bin ich trotzdem schlafen gegangen. Irgendwann als die Wehen alle 8 Minuten kamen, habe ich aufgegeben und verstanden, dass mein Körper und mein Kind einen anderen Plan haben als ich. Also habe ich um kurz nach 6 die Große geweckt, um ihr wenigstens noch zu gratulieren und zu sehen, wie sie ihre Geschenke auspackt. Dann sind wir ins Krankenhaus gefahren und das war auch höchste Zeit. Eine Stunde später war er dann schon da.

Und nun haben beide Kinder am gleichen Tag Geburtstag. Seit dem beschäftigt mich, wie wir wohl die Geburtstage in den nächsten Jahren organisieren. Die Kinder sind 5 Jahre auseinander, zusammen feiern geht also eher schlecht. Während die Große Schmink-, Reiter- oder Übernachtungsparties mit ihren Mädels feiert, ins Kino geht oder dergleichen, hat der Kleine noch Krabbel- und Babyparty.

Der organisatorische Aufwand für uns Eltern ist mir egal. Vor allem finde ich es für die Kinder schade. Ein Geburtstag ist doch etwas ganz Besonderes. Das ist ein Tag, an dem nur das Geburtstagskind im Mittelpunkt steht, Familie und Freunde gratulieren, Geschenke auspackt, sein Lieblingsessen bekommt und Freunde einlädt. Nun müssen unsere Kinder sich diesen Tag teilen. Dann ist er auch noch was Besonderes, aber nicht so einzigartig wie früher. Gerade bei der Großen stelle ich mir das schwierig vor. Sie kennt es ja anders. Der Kleine wird es nie anders kennenlernen. Werden die beiden Kinder dann eventuell vergleichen, wer hat mehr oder vermeintlich bessere Geschenke bekommen, sich streiten und so weiter?!

Ich hoffe nur, dass die beiden ein Herz und eine Seele bleiben, dass sie sich diesen besonderen Tag gegenseitig gönnen und sich für den jeweils anderen freuen können. Für den Geburtstag selbst, bleibt dann nur die Frage, wer darf als erstes feiern und mit seinen Freunden Party machen. Denn einer muss immer nachfeiern. Oder es feiert keiner mehr an diesem Tag und es wird grundsätzlich nachgefeiert?

Habt ihr damit Erfahrung? Habt ihr vielleicht selbst Kinder oder Geschwister, die am selben Tag Geburtstag haben? Wie habt ihr das empfunden und das organisatorische Dilemma gelöst? Ich freue mich über Lösungsvorschläge und vielleicht mache ich mir im Moment auch nur mehr Sorgen als nötig…

Eure Daniela

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