Heutzutage bekommen wir die meisten Lebensmittel aus dem Supermarkt. In künstlichem Licht werden gereinigte und im schlimmsten Fall in Folie verpacktes Obst und Gemüse angeboten. Mit der Folge, dass wir nur noch wenig Abwechslung auf unseren Tellern haben. Es gibt das ganze Jahr nur eine Sorte Möhren, vielleicht 3 oder 4 verschiedene Apfelsorten, Auberginen und Zucchini… Wir als Erwachsene wissen kaum noch wie die Pflanzen aussehen, an denen unsere Nahrung wächst, geschweige denn wie und wo die Pflanzen gezüchtet werden. Wird einmal ein “exotisches Gewächs” angeboten, dann sind wir ganz schnell aufgeschmissen bei der Frage, worum es sich eigentlich dabei handelt und wie man es zubereitet. Auch wenn es um die Saison geht, erwecken wir bei unseren Kindern falsche Vorstellungen. Beispielsweise Tomaten gibt es inzwischen das ganze Jahr, Erdbeeren und Himbeeren werden oft auch über die übliche Saison hinaus verkauft. Bei unseren Kindern könnte dadurch der Eindruck entstehen, alles ist zu jeder Zeit zu haben. Die Vielfalt der Natur, den Wert und die Arbeit, die dahinter stecken, können sie oft nicht mehr erkennen.

Um so wichtiger finde ich es, dass wir unseren Kindern, den Wert von Obst und Gemüse näher bringen. Im Sinne von, wie viel Arbeit steckt dahinter, wie werden Pflanzen gezüchtet, wo und wann wachsen sie und auch welchen Nährwert haben sie. Eine Art Erntedankfest im Herbst kann da ein schöner Anlass sein. Ob ihr dabei nun einem Gott oder Mutter Natur oder dem Bauern auf dem Land für die Gaben dankt, ist euch überlassen. Es geht darum, sich zu vergegenwärtigen, welches Obst und Gemüse wir das ganze Jahr über von der Natur bekommen und wie der Kreislauf der Jahreszeiten mit dem Wachstum und Reifen von Früchten zusammenhängt. Dabei kann auch thematisiert werden, welche Tiere dabei eine nützliche Rolle spielen wie die Bienen.

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Zu dem Thema gibt es viele schöne Kinderbücher, aber am besten ihr fahrt raus aufs Land oder in den Wald und schaut euch mit euren Kindern vielleicht mal einen Bauernhof an oder ihr geht Äpfel oder Kartoffeln sammeln. Auf vielen abgeernteten Felder sind noch Kartoffeln, Rüben, Mais oder ähnliches zu finden und die Bauern haben – wenn man sie fragt – oft nichts dagegen, dass die Reste eingesammelt werden. Natürlich könnt ihr auch Nüsse oder Pilze sammeln gehen. Verbindet doch den Ausflug gleich mit einem Picknick im Grünen. Den Kindern macht das unheimlich viel Spaß, sie können sich einmal die Hände schmutzig machen und sind sehr stolz darauf, wenn sie selbst gesammeltes Obst und Gemüse essen können.

Wenn ihr nicht so viel Aufwand betreiben wollt, dann geht doch im nächsten Park oder Wald, Kastanien, Eicheln oder schöne Laubblätter sammeln. So mancher Wildpark ist froh, wenn die Früchte des Herbstes für die Tiere gesammelt werden und aus den Blättern lassen sich schöne bunte Bilder oder Collagen basteln. Die Hauptsache ist, dass ihr euch mit euren Kindern in der Natur beschäftigt und sie lernen, dass uns nicht der Supermarkt unser Essen bringt. Und vielleicht habt ihr auch einen Hofladen in der Nähe und probiert einfach Mal etwas anderes aus…

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