Quatschmachen

Dieser Tag heute ist wie die letzten Tage auch: abends bin ich unzufrieden und gefrustet, weil ich nichts geschafft habe. Nichts von dem, was ich mir vorgenommen hatte. Schon wieder ist ein Tag vorbei und ich habe nicht meine Steuerunterlagen weiter bearbeitet, ich habe keine Artikel fotografiert und schon gar nicht in den Onlineshop eingepflegt. Außerdem habe ich immer noch nicht staubgesaugt und keine Blumen gegossen. Die Wintermütze für meine Tochter, bei der ich nur noch den Rand umnähen muss, liegt auch immer noch unangetastet neben der Nähmaschine. Bald ist der Winter vorbei und die Blumen sind verdurstet – dann kann ich die Punkte wenigstens streichen. Das Finanzamt wird allerdings nicht weggehen. Leider.

Und dabei weiß ich doch, dass ich mich auf die Dinge konzentrieren sollte, die ich geschafft habe. Ich habe zwei halb kranke Kinder versorgt, gepflegt und getröstet, erzählt und zugehört, Taschentücher geholt und überall wieder eingesammelt. Ich habe mich um unser vier Monate altes Baby den ganzen Tag non-stop gekümmert, gewickelt, gestillt, in den Schlaf gewogen und mehrfach umgezogen. Außerdem habe ich drei Mahlzeiten auf den Tisch gestellt und nach zwei Tagen auch die Wäsche in der Waschmaschine wieder gefunden und in den Trockner getan. Außerdem war ich für meine Eltern einkaufen, die auch die Grippe dahin gerafft hat und ich war sogar beim Sport. Also alles n allem habe ich doch eine ganze Menge geschafft, oder? Warum habe ich dann aber das Gefühl, nichts Sinnvolles getan zu haben?! Eigentlich ist es doch genau umgekehrt: die Zeit mit meinen Kindern zu verbringen ist das wichtigste ToDo und alles andere sollte warten können. Manchmal muss ich mir das wieder vor Augen führen, um es zu verstehen.

In diesem Sinne: mal sehen, was ich morgen alles nicht schaffe 🙂

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