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Auch wenn meine Tochter erst vier Jahre alt ist, überprüft sie regelmäßig ihre Zähne, ob nicht vielleicht doch schon einer wackeln könnte. Denn sie kann es kaum erwarten, endlich auch einen Wackelzahn zu haben – so wie die Großen. Aber was dann?

Seit dem Mittelalter kommt im angloamerikanischen Raum die Zahnfee und holt den ausgefallenen Milchzahn im Austausch gegen eine Münze. In der Zeit, als man noch an Hexen und Geister glaubte, war der richtige Umgang mit losen Zähnen besonders wichtig. Denn – so glaubte man damals – konnten Hexen und Magier aus Zähnen Zaubertränke brauen oder den ehemaligen Besitzer verzaubern. Heute ist daraus ein heiterer Brauch geworden, um den Kindern das Mysterium von herausfallenden und nachwachsenden Zähnen zu erleichtern und ihnen eine schöne Erinnerung zu bereiten. Dabei ist es unerheblich, ob die Zahnfee nur beim ersten herausgefallenen Zahn kommt oder bei jedem, ob der Zahn unter das Kopfkissen gelegt werden muss oder in eine kleine Schachtel oder Dose und schließlich ob das Kind den Zahn als Andenken behalten kann oder ob er tatsächlich verschwindet.

Da sich bestimmt nicht wenige Kinder erschrecken, wenn sie sich plötzlich von einem “Körperteil” verabschieden müssen, das sie fast ihr gesamtes Leben bis dahin begleitet hat und das sie vor allem zum Sprechen und Essen benötigen, ist es wichtig, den Kindern den Vorgang zu erklären und mit etwas Angenehmen zu verknüpfen. Das kann zum einen sein, an den Stolz des Kindes zu appellieren, von nun an zu de “Großen” zu gehören, das kann aber auch zum anderen en kleines Geschenk, ein bisschen Taschengeld oder eine schöne Geschichte rund um die Zahnfee sein, die man vielleicht gemeinsam mit einer kleinen Handpuppe durchspielt. Oder man bastelt gemeinsam ein kleines Gefäß, eine Schachtel oder Dose, in der der Zahn der Zahnfee übergeben oder für später aufbewahrt werden kann.

Bis es bei uns so weit ist, werde ich versuchen, meine Tochter davon abzuhalten, mit Gewalt an ihren Zähnen zu wackeln 🙂

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