In den Medien, der Forschung und der Literatur machen sich viele schlaue Menschen Gedanken darüber, wie Eltern ihre Kinder aufziehen sollten. Wie können wir unsere Kinder in ihrer Entwicklung kindgerecht unterstützen, ohne sie zu überfordern; behüten, ohne zu helicoptern; optimal ernähren; welcher Kindergarten, welche Schule etc. etc. Die Liste ist unendlich lang. Ich möchte heute aber auf einen anderen Aspekt hinaus: wie gut müssen wir als Eltern uns um uns selbst kümmern, um unseren Kindern möglichst lange und gesund erhalten zu bleiben? Bzw. kann ich von meinem Partner verlangen, gesund zu leben, um für seine Kinder sorgen zu können?!

Diese Frage hat verschiedene Hintergründe:

  1. Lebensverlängernde Maßnahmen

Jeder würde sofort zustimmen, dass Drogen, gefährliche Sportarten oder zu schnelles Motorradfahren unverantwortlich ist gegenüber seinen Mitmenschen, aber vor allem auch für die eigene Familie. Stirbt ein Elternteil, bedeutet dies Verlust und u.U. ein Trauma für die Kinder, ein fehlendes Elternteil, das niemand ersetzen kann für den Rest des Lebens und für den verbleibenden Partner, dass er fortan alleinerziehend ist.

Außerdem weiß jeder, dass Rauchen, zu viel Alkohol und Fast Food, wenig Sport, Stress usw. keine guten Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben sind. Es gibt natürlich keine Garantie, aber die Chancen stehen mit lebensverlängernden Maßnahmen wie gesunder Ernährung, Sport und ausreichend Schlaf wesentlich besser, bis ins hohe Alter gesund und fit zu bleiben.

Wie viel Verantwortung haben wir nun also unseren Kindern (auch uns selbst und unserem Partner) gegenüber, möglichst viele der lebensverlängernden Maßnahmen umzusetzen?!

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jeder so leben soll wie er es für richtig hält, so lange er andere nicht in ihrer Lebensqualität stört. Aber wenn Eltern “ungesund” leben, kann dies ihre Kinder beeinträchtigen. Die Eltern können früher sterben und ihre Kinder nicht mehr unterstützen. Auch wenn die Kinder schon erwachsen sind und selbst Kinder haben, sind sie ja immer noch auf ihre eigenen Eltern angewiesen. Mal mehr, mal weniger: das reicht von finanzieller Unterstützung über Ratschläge und Gespräche bis hin zu Hilfe als Babysitter, Ferienbetreuung, mal die Wäsche machen. Natürlich kommt man auch ohne elterliche Hilfe klar, aber es lebt sich leichter mit.

Statistisch gesehen leben Männer in Deutschland 5 Jahre weniger als ihre Frauen. Die aktuelle Lebenserwartung der Frauen beträgt 82,99 Jahre, während Männer nur 78,13 Jahre leben. (In Russland beträgt dieser Unterschied fast 12 Jahre.)

Zum einen sind Frauen genetisch im Vorteil, weil das Hormon Östrogen sie vor Herz-Kreislauferkrankungen schützt und sie weniger anfällig sind für entartetes Zellwachstum (Krebs). Dies macht aber nur einen kleinen Teil der unterschiedlichen Lebenserwartung aus. Nämlich ungefähr ein Jahr. Dies hat man in der Klosterstudie herausgefunden, bei der Mönche und Nonnen parallel zur Gesellschaft untersucht wurden. Deren Leben ist geschlechterunabhängig nahezu identisch und frei von äußeren schädlichen Einflüssen.

Zum anderen liegt die geringere Lebenserwartung der Väter in Faktoren des Lebenswandels begründet: Männer rauchen mehr, sie trinken häufiger Alkohol, neigen zu ungesundem Essen, haben aber auch öfter gefährliche oder stressige Berufe wie Feuerwehrmann oder Polizist und leben ganz generell riskanter (in 2014 waren 74,3% aller Verkehrstoten männlich und nur 25,7% weiblich). In Summe sorgen diese Umstände dafür, dass Väter ihren Kindern weitere 4 Jahre nicht zur Verfügung stehen.

Schlimm wird es darüber hinaus, wenn Eltern sogar zum Pflegefall werden, dann sind wir nicht nur keine Hilfe, sondern auch noch eine Belastung für unsere Kinder. Das will auch keiner.

Aber es reicht schon, wenn wir so weit körperlich beeinträchtigt sind, dass wir zum Beispiel nicht mit radfahren, toben, rennen oder klettern können, weil wir eventuell stark übergewichtig sind oder durch das Rauchen keine Kondition und Ausdauer haben. Schon bei so banalen und alltäglichen Dingen beeinträchtigt unsere eigene Gesundheit das Leben unserer Kinder.

Und dann gibt es noch die überengagierten Eltern, die sich jederzeit für ihre Kinder aufopfern, zu jeder Tages- und Nachtzeit für ihre Kinder da sind, kochen, basteln, putzen, die Kinder vom Schwimmen zum Tanzen zum Musikunterricht fahren und ganz nebenbei für den ganzen Spaß auch noch genug Geld verdienen müssen. Diese Eltern sollten bedenken, dass sie ihren Kindern keine Hilfe sind, wenn sie mit Burnout über Monate ausfallen. Denn dann stehen sie ihrer Familie von heute auf morgen nicht mehr zur Verfügung und das ganze Kartenhaus bricht zusammen. Da ist es manchmal ratsam lieber ein paar Schritte kürzer zu treten, mal eine Pizza in den Ofen zu schmeißen, die Wäsche Wäsche sein zu lassen und sich mal zu erholen, ausschlafen, zum Sport oder ins Kino gehen und den Akku wieder aufzuladen.

2. Vorbild

Nicht vergessen sollten wir außerdem, dass wir in allem was wir als Eltern tun, auch Vorbild für unsere Kinder sind. Der Vater, der nur schuftet, sich von seinem Chef ausbeuten lässt und keine Zeit für die Familie hat, färbt genauso auf seine Kinder ab wie die Mutter, die sich für ihre Kinder aufopfert, sich selbst vernachlässigt und sich vielleicht von ihrem Mann schlecht behandeln lässt. (Klischee-Warnung, ich weiß…) Wenn wir uns nicht selbst pflegen, gesund ernähren, Sport treiben, wie sollen es dann unsere Kinder lernen?!

Unterm Strich schraubt das natürlich die Ansprüche an uns Eltern wieder ein Stück nach oben. Jetzt muss ich mich nicht nur um die Kinder, den Partner, Haushalt, Job und Hund kümmern, sondern auch noch um mich selbst!?! Aber letztlich lohnt sich der Aufwand, für einen Akku, der immer mal wieder aufgeladen wird, dafür lange für seine Kinder, Enkel und Urenkel da sein zu können, für ein stabiles Lebensgerüst, das nicht nur auf der Säule Elternschaft oder Job basiert und schließlich: wenn man an seinem Lebensabend zurückblickt und sagen kann: Ich war auch noch ich, ich habe gelebt!

Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss: Bei all diesen Überlegungen möchte ich niemanden verurteilen oder kritisieren. Jeder soll nach seiner Fasson leben, aber vielleicht wird der eine oder andere zum Nachdenken angeregt.

 

So weit ich weiß, ist die Stilldemenz nicht wissenschaftlich bewiesen, aber im Freundes- und Bekanntenkreis hört man immer wieder davon. Und spätestens wenn einen die Schwangerschaftsdemenz – ja, die gibt es auch – erwischt hat, bekommt man eine Vorstellung davon. Das Seltsame an der Stilldemenz ist, dass sie sich rückwärts entwickelt. Sie beginnt mit der Geburt des Babys auf der höchsten Stufe und wird nach und nach wieder besser.

Phase 3

Herzlichen Glückwunsch, dein Kind hat soeben das Licht der Welt erblickt. Du bist auf den ersten Blick bis über beide Ohren in dieses kleine, runzlige, schreiende Wesen verliebt. Und du bekommst nichts mehr mit. Was hat der Arzt vorhin gesagt? Weg. Deine Schwiegermutter war zu Besuch. Echt? Es ist gelöscht. (Stildemenz kann also auch gute Seiten haben 😉 ) Jedes Mal, wenn du dieses Kind anschaust, vergisst du die ganze Welt um dich herum. Das bleibt auch noch ein paar Wochen so, setzt sich also zu Hause fort. In dem Rhythmus aus Stillen, Wickeln und hoffentlich Schlafen bleibt kein Platz für irgendwelche anderen Gehirnaktivitäten. Geburtstage vergisst du grundsätzlich bis hin zu den Einladungen oder ob du zugesagt hast oder nicht. Es ist wie eine Art geheime Reset-Taste für deinen Verstand. So bald das Baby auch nur ein Geräusch von sich gibt, ist in deinem Kopf Tabula rasa, die Milch schießt ein (Stilleinlagen nicht vergessen!) und dein Körper schaltet auf Autopilot. Das funktioniert auch mit fremden Babys. Alle Gedanken werden auch gelöscht, wenn du IRGENDEIN Kind weinen hörst. Oder wenn jemand nur das Wort “Baby” sagt…

Phase 2

Langsam wird es ein bisschen besser. Dein Baby ist jetzt ein paar Wochen alt und du kannst dich zumindest wieder daran erinnern, ob du heute Morgen schon Zähne geputzt hast. Manchmal zumindest. Oder welcher Wochentag heute ist, plus minus einen Tag. Zumindest die U-Untersuchungen und andere wichtige Termine bekommst du nun wieder auf die Reihe. Jetzt kannst du dich sogar wieder verabreden und gehst auch wirklich hin. Aber die Reset-Fähigkeit bleibt. Von einem Zimmer ins nächste gehen und immer noch wissen, was du tun wolltest, funktioniert immer noch nicht. Wenn du wichtige Gespräche hast oder dir etwas merken möchtest, dann darfst du auf keinen Fall dein Kind dabei anschauen. Merken und Kind schließen sich aus.

Ein kleiner Tipp am Rande: Weihnachts- oder Ostergeschenke nicht irgendwo im Haus verstecken, die findest du sonst erst wieder, wenn dein Kind auszieht. Am Besten packst du alles an immer denselben Ort und sagst deinem Partner Bescheid, wo das ist.

Phase 1

In Phase 1 kommst du erst an nach dem Abstillen. So lange du stillst, bleibst du in Phase 2, da brauchst du dir gar keine Hoffnung machen. Wenn dich der chronische Schlafmangel oder irgendwelche Kinderkrankheiten nicht umhauen, dann funktioniert dein Kopf einigermaßen.  Vergesslich bist du immer noch. Geburtstage fallen dir eine Woche zu spät wieder ein, egal wie viele Erinnerungen du in deinem Handy gespeichert hast. Und gelegentliche Blackouts gehören leider auch immer noch dazu. Ob du den Brief fürs Finanzamt wirklich zur Post gebracht hast, wirst du erst merken, wenn sich das Finanzamt bei dir meldet.

Die gute Nachricht: Rein theoretisch kannst du wieder am sozialen und Berufsleben teilnehmen.

Die schlechte Nachricht: Phase 1 hält von nun an wahrscheinlich für den Rest deines Lebens an. Eventuell endet sie, wenn dein Kind auszieht. Ich werde berichten, wenn es so weit ist…

An all meine Freunde: entschuldigt die vielen vergessenen Geburtstage und wenn ich euch alles zweimal frage, nehmt es mir nicht übel.

Kinder lieben Kratzbilder. Sie haben etwas geheimnisvolles an sich, denn man weiß nie, was sich unter der mattschwarzen Oberfläche verbirgt. Und gerade in der dunklen Jahreszeit finde ich es sehr schön, die Dunkelheit einfach wegkratzen zu können und eine bunte, leuchtende Welt darunter zu entdecken. 🙂

Der Vorteil für uns Eltern ist: man kann sie leicht überall mit hinnehmen, auch in Restaurants oder Wartezimmer, ohne 100 Stifte mitzuschleppen und am Ende den absoluten Lieblingsstift zu verlieren. Und die Kinder können schon spätestens ab einem Alter von 3 Jahren sich damit allein beschäftigen. Das fördert nicht nur die Konzentration und die Feinmotorik, sondern auch die Kreativität und gleichzeitig könnt ihr die Namen von Farben üben. Genauso gut sind die Kratzbilder aber auch für ältere Kinder geeignet, die sich dann kreativ und künstlerisch austoben können.

Als Geschenk sind Kratzbilder ebenfalls gut geeignet. Denn sie brauchen sich auf und davon kann man nie genug haben. Es gibt sie schon fertig mit verschiedenen Motiven, die entdeckt werden wollen. Wie zum Beispiel von der Firma Djeco. Zu unterschiedlichen Themen wie Vollmond oder dem hübschen Mädchen Ondine sind jeweils vier Kratzbilder und ein Holzkratzer zu einem Set zusammengestellt. Die Motive sind an den Rändern vorgekratzt, so dass sich die Kinder nur noch überlegen müssen, mit welchem Muster sie die Konturen füllen wollen.

Zum Verschenken finde ich die fertige Variante sehr schön, zumal die Djeco Kratzbilder ganz besondere Motive haben und schön verpackt sind.

Aber in meiner Kindheit haben wir solche Bilder selbst hergestellt. Das spart nicht nur Geld, sondern ihr könnt damit auch wunderbar einen grauen, verregneten Dezembernachmittag verbringen. Außerdem sind die Kleinen ganz stolz darauf, etwas selbst geschaffen zu haben und sie lernen, dass man nicht immer alles fertig kaufen muss.

Am einfachsten geht es, wenn ihr Wachsmalstifte und schwarze Farbe verwendet. Das Papier sollte eventuell etwas fester sein, es geht aber auch normales weißes Papier. Mit den Wachsmalstiften tragt ihr eine schöne dicke, bunte Schicht auf das Papier auf. Wie ihr das macht, ist euch überlassen, in Streifen oder wild durcheinander ist egal. Die Anspruchsvollen unter euch, können natürlich auch schon mit den Wachsstiften ein Bild auf das Papier bringen, das dann von den Kindern entdeckt werden kann. Für kleine Kinder, die noch nicht so gut malen können ist das vielleicht eine gute Variante. Inzwischen gibt es auch Wachsstifte mit Glitzereffekten, das finde ich auch sehr schön.

Danach wird die Wachsschicht mit schwarzer Farbe überpinselt, möglichst dick und deckend. Dazu könnt ihr Acrylfarben oder andere deckende Farben verwenden, je nachdem was ihr gerade zur Hand habt. Trocknen lassen und fertig ist euer Kratzbild. Nun können die Kinder ihre Motive mit einem Zahnstocher oder einem anderen spitzen Stift hineinkratzen. Als Kratzer könnt ihr auch einen Kugelschreiber oder Bleistift ohne Miene verwenden, damit die Kinder ihn gut halten können und sich nicht selbst verletzen.

Solltet ihr keine Wachsstifte zur Hand haben, gibt es auch noch eine andere Variante mit Wasserfarben. Dieses Mal wird das Papier mit den Wasserfarben schön bunt angemalt und anschließend trocknen gelassen. Danach tragt ihr mit einer weißen Stabkerze eine dicke Schicht Wachs auf das Papier auf, damit die darunter liegenden Farben schön leuchten. Dann wird wieder alles mit schwarzer Farbe überpinselt. Trocknen und fertig.

So einfach geht das. Probiert es doch gleich mal aus und zeigt mir eure Kratzbilder.

Eure Daniela

Einige von euch haben es schon mitbekommen, vor einigen Wochen kam unser zweites Kind zur Welt, ein kleiner kerngesunder und munterer Junge <3 <3 <3 Und oft hört man Sprüche und Wünsche wie, Liebe ist das einzige was sich vermehrt, wenn man es teilt und zwei Kinder bedeuten doppeltes Glück. So weit stimme ich dem auch zu. Wir sind überglücklich und beide Kinder sind großartig in der neuen Familienkonstellation angekommen. Die Große ist überhaupt nicht eifersüchtig – bis jetzt – sondern ganz und gar stolze große Schwester. Und der Kleine ist einfach nur süß und goldig. Wir gehören zu den verzückten Eltern, die sich noch über jedes Bäuerchen freuen können 🙂

Allerdings haben wir auch in etwas anderer Hinsicht den Jackpot gezogen: denn beide Kinder haben am selben Tag Geburtstag. Exakt, an dem selben, fast zur gleichen Uhrzeit! Vielleicht hätten wir um den Tag der Zeugung oder Geburt auch Lotto spielen sollen, wussten wir damals aber nicht… Als wir den voraussichtlichen Entbindungstermin mitgeteilt bekommen haben, habe ich noch darüber gescherzt und felsenfest verkündet, dass auf gar keinen Fall und unter keinen Umständen mein Sohn am Geburtstag meiner Tochter zur Welt kommt/kommen darf. Ich würde alles tun, um das zu verhindern. Und mal ehrlich. Wie groß war die Wahrscheinlichkeit und wie oft verrechnen sich Ärzte bei voraussichtlichen Terminen?! Wenn man davon ausgeht, dass eine Entbindung zwei Wochen vor und zwei Wochen nach dem errechneten Termin noch als pünktlich und normal gilt, gab es 27 andere Tage, an denen der Kleine hätte auf die Welt kommen können.

In den zwei Wochen vor dem Termin habe ich auch alles getan, um die Geburt anzuschubsen. Lange Spaziergänge, viel Treppensteigen, halbwegs schwere Dinge heben, Ingwertee trinken, Badewanne und und und… Aber nichts hat geholfen. Ein paar Tage vor dem Termin hab ich natürlich mit all den Sachen wieder aufgehört, nur Füße hochlegen konnte ich nicht. Denn der Geburtstag der Großen musste ja vorbereitet werden. Sicherheitshalber wollte ich alles vorbereiten, delegieren und auslagern. Einkäufe, Essen, Kuchen, Party, Spiele, Geschenke, Fahrservice etc. – an alles hab ich gedacht und es war organisiert.

Im Nachhinein glaube ich, war der “Fehler”, dass ich mich entspannt habe, nachdem alles fertig war. Und dann dachte sich K2 “Alles klar, dann kann ich ja kommen”. Am Abend vor dem Geburtstag hatte ich einige Wehen, dachte/wollte/betete, dass die wieder weg gehen. Sind sie aber nicht. Stur bin ich trotzdem schlafen gegangen. Irgendwann als die Wehen alle 8 Minuten kamen, habe ich aufgegeben und verstanden, dass mein Körper und mein Kind einen anderen Plan haben als ich. Also habe ich um kurz nach 6 die Große geweckt, um ihr wenigstens noch zu gratulieren und zu sehen, wie sie ihre Geschenke auspackt. Dann sind wir ins Krankenhaus gefahren und das war auch höchste Zeit. Eine Stunde später war er dann schon da.

Und nun haben beide Kinder am gleichen Tag Geburtstag. Seit dem beschäftigt mich, wie wir wohl die Geburtstage in den nächsten Jahren organisieren. Die Kinder sind 5 Jahre auseinander, zusammen feiern geht also eher schlecht. Während die Große Schmink-, Reiter- oder Übernachtungsparties mit ihren Mädels feiert, ins Kino geht oder dergleichen, hat der Kleine noch Krabbel- und Babyparty.

Der organisatorische Aufwand für uns Eltern ist mir egal. Vor allem finde ich es für die Kinder schade. Ein Geburtstag ist doch etwas ganz Besonderes. Das ist ein Tag, an dem nur das Geburtstagskind im Mittelpunkt steht, Familie und Freunde gratulieren, Geschenke auspackt, sein Lieblingsessen bekommt und Freunde einlädt. Nun müssen unsere Kinder sich diesen Tag teilen. Dann ist er auch noch was Besonderes, aber nicht so einzigartig wie früher. Gerade bei der Großen stelle ich mir das schwierig vor. Sie kennt es ja anders. Der Kleine wird es nie anders kennenlernen. Werden die beiden Kinder dann eventuell vergleichen, wer hat mehr oder vermeintlich bessere Geschenke bekommen, sich streiten und so weiter?!

Ich hoffe nur, dass die beiden ein Herz und eine Seele bleiben, dass sie sich diesen besonderen Tag gegenseitig gönnen und sich für den jeweils anderen freuen können. Für den Geburtstag selbst, bleibt dann nur die Frage, wer darf als erstes feiern und mit seinen Freunden Party machen. Denn einer muss immer nachfeiern. Oder es feiert keiner mehr an diesem Tag und es wird grundsätzlich nachgefeiert?

Habt ihr damit Erfahrung? Habt ihr vielleicht selbst Kinder oder Geschwister, die am selben Tag Geburtstag haben? Wie habt ihr das empfunden und das organisatorische Dilemma gelöst? Ich freue mich über Lösungsvorschläge und vielleicht mache ich mir im Moment auch nur mehr Sorgen als nötig…

Eure Daniela

Heutzutage bekommen wir die meisten Lebensmittel aus dem Supermarkt. In künstlichem Licht werden gereinigte und im schlimmsten Fall in Folie verpacktes Obst und Gemüse angeboten. Mit der Folge, dass wir nur noch wenig Abwechslung auf unseren Tellern haben. Es gibt das ganze Jahr nur eine Sorte Möhren, vielleicht 3 oder 4 verschiedene Apfelsorten, Auberginen und Zucchini… Wir als Erwachsene wissen kaum noch wie die Pflanzen aussehen, an denen unsere Nahrung wächst, geschweige denn wie und wo die Pflanzen gezüchtet werden. Wird einmal ein “exotisches Gewächs” angeboten, dann sind wir ganz schnell aufgeschmissen bei der Frage, worum es sich eigentlich dabei handelt und wie man es zubereitet. Auch wenn es um die Saison geht, erwecken wir bei unseren Kindern falsche Vorstellungen. Beispielsweise Tomaten gibt es inzwischen das ganze Jahr, Erdbeeren und Himbeeren werden oft auch über die übliche Saison hinaus verkauft. Bei unseren Kindern könnte dadurch der Eindruck entstehen, alles ist zu jeder Zeit zu haben. Die Vielfalt der Natur, den Wert und die Arbeit, die dahinter stecken, können sie oft nicht mehr erkennen.

Um so wichtiger finde ich es, dass wir unseren Kindern, den Wert von Obst und Gemüse näher bringen. Im Sinne von, wie viel Arbeit steckt dahinter, wie werden Pflanzen gezüchtet, wo und wann wachsen sie und auch welchen Nährwert haben sie. Eine Art Erntedankfest im Herbst kann da ein schöner Anlass sein. Ob ihr dabei nun einem Gott oder Mutter Natur oder dem Bauern auf dem Land für die Gaben dankt, ist euch überlassen. Es geht darum, sich zu vergegenwärtigen, welches Obst und Gemüse wir das ganze Jahr über von der Natur bekommen und wie der Kreislauf der Jahreszeiten mit dem Wachstum und Reifen von Früchten zusammenhängt. Dabei kann auch thematisiert werden, welche Tiere dabei eine nützliche Rolle spielen wie die Bienen.

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Zu dem Thema gibt es viele schöne Kinderbücher, aber am besten ihr fahrt raus aufs Land oder in den Wald und schaut euch mit euren Kindern vielleicht mal einen Bauernhof an oder ihr geht Äpfel oder Kartoffeln sammeln. Auf vielen abgeernteten Felder sind noch Kartoffeln, Rüben, Mais oder ähnliches zu finden und die Bauern haben – wenn man sie fragt – oft nichts dagegen, dass die Reste eingesammelt werden. Natürlich könnt ihr auch Nüsse oder Pilze sammeln gehen. Verbindet doch den Ausflug gleich mit einem Picknick im Grünen. Den Kindern macht das unheimlich viel Spaß, sie können sich einmal die Hände schmutzig machen und sind sehr stolz darauf, wenn sie selbst gesammeltes Obst und Gemüse essen können.

Wenn ihr nicht so viel Aufwand betreiben wollt, dann geht doch im nächsten Park oder Wald, Kastanien, Eicheln oder schöne Laubblätter sammeln. So mancher Wildpark ist froh, wenn die Früchte des Herbstes für die Tiere gesammelt werden und aus den Blättern lassen sich schöne bunte Bilder oder Collagen basteln. Die Hauptsache ist, dass ihr euch mit euren Kindern in der Natur beschäftigt und sie lernen, dass uns nicht der Supermarkt unser Essen bringt. Und vielleicht habt ihr auch einen Hofladen in der Nähe und probiert einfach Mal etwas anderes aus…

Kennt ihr das?! Kinder laufen am Liebsten barfuß, Sommer wie Winter, drinnen wie draußen. Zumindest ist das bei unserem Kind so. Im Sommer habe ich damit meistens und grundsätzlich kein Problem, aber spätestens im Herbst möchte ich, dass sie ihre Hausschuhe anzieht. Gerade in der Erkältungszeit sind warme Füße besonders wichtig, sonst nehmen die Kleinen wie die Großen gleich jeden Schnupfen mit.

Und dann geht das Gejammer los: die sind zu steif, zu eng, darin kann sie nicht richtig laufen… Also habe ich angefangen Filzhausschuhe zu stricken. Filzpuschen sind leicht zu stricken, sehen schick aus, sind atmungsaktiv und vor allem passen sie sich der Fußform des Kindes an.

Dafür benutze ich gern die Filzwolle von Lana Grossa, weil die Farben und die Qualität einfach top sind. Eine einfache Anleitung findet ihr hier:

Anleitung für Filzhausschuhe

Anleitung für Filzhausschuhe

Das Strickstück wird dabei viel größer als der eigentliche Fuß gestrickt und dann anschließend in der Waschmaschine gewaschen. Am Besten dabei immer nur ein paar pro Waschgang filzen bzw. nur Schuhe derselben Wolle und Farbe zusammen in die Maschine tun. Sonst vermischen sich die Wollsorten und es gibt ein buntes Kuddelmuddel.

Nach dem Waschen werden die Filzpuschen noch feucht über die Füße gezogen, um dort zu trocknen. Dadurch passen sie sich wirklich perfekt der Fußform an. Wenn das nicht möglich ist, dann sollten sie zumindest mit Küchenpapier ausgestopft werden. Für den besonderen Effekt könnt ihr sie im Anschluss noch mit Knöpfen oder Stickereien verzieren.

Aber Vorsicht! Wenn ihr einmal damit angefangen habt, für eure Kinder Filzhausschuhe zu stricken, dann will der Rest der Familie meistens auch welche. Und in Größe 46 strickt man dann schon eine Weile 🙂 Aber es gibt nichts Bequemeres als kuschlige gestrickte Hausschuhe im nasskalten Herbst und Winter. Und ein schönes Geschenk sind sie allemal.

Ein paar Exemplare habe ich natürlich auch für euch über die Nadeln laufen lassen. Wenn ihr eine andere Größe oder Farbe benötigt, dann schreibt mir einfach.